3 Erfassungsmethoden zur Prüfung des Teileauswurfs in der Metallumformung
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3 Erfassungsmethoden zur Prüfung des Teileauswurfs in der Metallumformung
Beim Stanzen oder Ausklinken von Metallstreifen muss vor dem nächsten Absenken des Presswerkzeugs unerwünschter Werkstoff entfernt werden. Wenn Ausschuss oder Formteile zurückbleiben, muss die Presse angehalten werden, bevor ihre Bewegung den „Point-of-no-return“ erreicht, einen kritischen Winkel, ab dem jede weitere Bewegung zu Schäden an Presse und Presswerkzeug führen kann. Zum Schutz des Presswerkzeugs steht eine Vielzahl von präzisen Sensoren zur Verfügung. Wir stellen Ihnen drei Erfassungsmethoden zur Prüfung des Teileauswurfs in der Metallumformung vor.


Verbleibt ein ausgestanztes Metallteil im Presswerkzeug, kann dies schwere Werkzeugschäden verursachen.
Überwachen der Abstreifplatte
Beim Absenken des Presswerkzeugs drücken federbelastete Abstreifplatten die zugeführten Platinen nach unten, damit sie ihre Position behalten und nicht nach oben gezogen werden. Induktive Sensoren detektieren die Anwesenheit der Abstreifplatte und bestätigen somit, dass kein Werkstoff im Presswerkzeug zurückgeblieben ist. Eine nicht erkannte Abstreifplatte bedeutet, dass ein zurückgebliebenes Metallteil diese daran hindert, sich vollständig abzusenken. In diesem Fall muss die Steuerung die Presse anhalten.
Um solche Fehler und Maschinenstillstände zu vermeiden, werden meist induktive Sensoren wie der NMB6-F104M in der unteren Matrize installiert, um die Position der Abstreifer zu prüfen. Durch Platzieren eines Sensors an jeder Ecke wird sichergestellt, dass das Presswerkzeug vollständig geschützt ist, unabhängig davon, wo sich ein unerwünschtes Metallstück befindet (in diesem Fall werden eine oder mehrere der vier Ecken nicht abgesenkt).
Teileerkennung an der Auswurfrutsche
Manchmal reicht es auch schon, zu bestätigen, dass ein Teil ausgeworfen wurde, um sicherzustellen, dass das Presswerkzeug frei ist. In diesem Fall muss der Weg des ausgestanzten Blechstücks über eine Rutsche oder sein freier Fall in einen Behälter überwacht werden, z. B. mit einer Einweg-Lichtschranke wie der MD17/MV17. Das ausgeworfene Teil wird erkannt, sobald es den Lichtstrahl unterbricht.

Optoelektronische Einweg-Lichtschranken erkennen, dass das Werkstück ausgeworfen wurde.

Lichtgitter und Rahmenlichtschranken decken einen größeren Erfassungsbereich ab.
Zuverlässige Objekterkennung bei großem Erfassungsbereich
Rahmenlichtschranken wie die RAL150 sind ebenfalls eine passende Wahl für die zuverlässige Überwachung des Teileauswurfs. Im Vergleich zu einem einzelnen Lichtstrahl von Einweg-Lichtschranken bieten sie einen größeren Erfassungsbereich, was hilfreich ist, wenn Position und Ausrichtung der ausgeworfenen Teile nicht genau gesteuert werden können. Ein breites Erfassungsfeld und einstellbare Empfindlichkeitsstufen ermöglichen die zuverlässige Erkennung von sowohl kleinen als auch größeren Objekten.
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