Von |November 05, 2021|Kategorien: Industrielle Sensoren|

Präzise Positionserfassung mit dem Absolut-Positioniersystem PXV

Ob Elektrohängebahnen, Krankatzen oder Regalbediengeräte – sie alle müssen sehr exakt über lange Strecken in der Anlage positioniert werden. Mit 0,2 mm Auflösung auf Streckenlängen von bis zu 100 km ist die PXV-Technologie perfekt, um die Anforderungen der hochgenauen Absolut-Positionierung auch über lange und komplexe Strecken zu erfüllen. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns an, was die kamerabasierte Linearpositionierung mit dem PXV so einzigartig macht und wie die Kombination des 2-D-Kamerasystems mit dem DataMatrix-Codeband für eine präzise Positionserfassung und höchste Prozesssicherheit sorgt.

Wie funktioniert das Absolut-Positioniersystem PXV?

Das Absolut-Positioniersystem PXV besteht aus einem mit moderner Kamera-Technologie ausgestatteten Lesekopf sowie dem DataMatrix-Codeband. Der Lesekopf verfährt parallel zum Codeband in X-Richtung und liefert dabei alle 10 oder 25 Millisekunden hochgenaue Positionsdaten wie die X-Absolut-Position, den Y-Versatz zur Codebandmitte, die Verfahrgeschwindigkeit sowie Qualitätswerte des Codebands, die mit der Steuerung/PLC ausgelesen werden können. Mithilfe der integrierten Beleuchtungseinheit erfasst der Lesekopf – extrem fremdlichtsicher – auch unter schwierigen Bedingungen die Positionsmarken. Die Marken sind als zweidimensionale DataMatrix-Codes auf dem selbstklebenden Codeband aufgedruckt. Sobald nur ein einziger von fünf Codes im Lesefenster erkannt wird, ist eine präzise Positionserfassung möglich. Hier können außerdem Lücken im Codeband von bis zu 75 mm überbrückt werden. So sorgt das 2-D-Kamerasystem kombiniert mit dem mehrfach redundanten DataMatrix-Codeband für höchste Prozesssicherheit.

PXV_system

Das PXV-System besteht aus einem 2-D-Lesekopf und einem DataMatrix-Codeband.

Einfache Installation und Inbetriebnahme

Das System ist einfach zu installieren und arbeitet gleichzeitig komplett wartungsfrei, berührungslos und ohne bewegliche Teile, sodass nur geringe Folgekosten entstehen. So wird das PXV schnell und einfach durch die Montage des Lesekopfs im Nennabstand von 100 mm zum Codeband in Betrieb genommen. Der Sensor liefert sofort nach dem Einschalten die benötigten Daten über RS485, SSI oder die Feldbusschnittstellen PROFINET oder EtherNet/IP. Zusätzlich ist eine Parametrierung der Ein- und Ausgänge zur Signalisierung von NoPos/Events oder der Montagerichtung des Lesekopfs zum Codeband per DataMatrix-Steuercodes, über den PC oder direkt über die Steuerung möglich.

Weite und komplexe Streckenverläufe

Das selbstklebende DataMatrix-Codeband ermöglicht eine exakte Absolut-Positionierung auch in besonders weitläufigen Anlagen und über sämtliche Streckenverläufe. Je nach Anwendung kann es individuell für Streckenlängen von 1 m bis zu 100 km geliefert und flexibel angebracht werden. Das PXV verfügt neben einer sehr hohen Neigungstoleranz von +/- 30° zum Codeband auch über eine hohe Schärfentiefe von 50 mm, sodass das System selbst bei komplexen Streckenverläufen wie Kurvenfahrten, Steigungen, Gefällen, Kreisformen oder Hohlwellen jederzeit zuverlässige Daten liefert.

PXV_flexible-Streckenverläufe

PXV ermöglicht auch bei komplexen Streckenverläufen eine präzise Linearpositionierung.

Prozesssicherheit dank Code-Redundanz

Dank des besonders großen Lesefensters von 120 x 80 mm liest der Lesekopf bis zu fünf DataMatrix-Codes in nur einem Vorgang und ist unempfindlich gegenüber Verschmutzung oder Beschädigung der Codebänder. Die Code-Redundanz erlaubt Verschmutzungen oder Unterbrechungen des Codebands bis 75 mm sowie eine große Y-Toleranz zum Lesekopf – und das ohne die Performance zu beeinflussen.

PXV_Redundanz_beschädigte-Codes

Selbst stark verschmutzte Codes werden dank Code-Redundanz zuverlässig gelesen.

PXV_Redundanz_Lücken

Der PXV-Lesekopf toleriert Unterbrechungen des Codebands bis zu 75 mm.

Die zusätzliche Datenausgabe der Codebandqualität sowie die Anzahl der innerhalb einer Messung gelesener Codes erlauben eine ständige Überwachung des Codebands und erkennen so auch den Verschmutzungsgrad des Lesekopfs. Anwender können dank der ständigen Datenausgabe vorbeugend und frühzeitig Reinigungsmaßnahmen des Codebands oder Lesekopfs einplanen und durchführen.

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